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News

Erste Sitzung der Kampagne 2019 – ein furioser Auftakt

Ein furioser Auftakt zu Beginn der Kampagne - Auftakt nach Maß.

Die Gonsenheimer Narhalla ist wieder vierfarbbunt geschmückt, die Stühle sind voll besetzt mit kostümierten, fröhlichen Narren. Der Eisbär prangt stolz vorm Elferrat - es ist so weit, die erste Sitzung der Eiskalten Brüder der Kampagne 2019 beginnt.

Andreas Schmitt begrüßt die Gäste gewohnt jovial im Saal. Mit seiner einzigartigen Art bringt er das Publikum sofort auf Touren und jeder merkt: endlich ist wieder Fassenacht in Meenz! Der Einmarsch des Kommittees, der Garde und des Musikzuges eröffnet stimmungsvoll die Veranstaltung. Mit ihrem Rentnerblues in Rock’n Roll bringen Paco & Paco die Sitzung ins Rollen. Der „Soundtrack meines Lebens“ versetzt den ganzen Saal in heimelige Fastnachtsstimmung. Unser Protokoller Andreas Keim reimt sich äußerst gekonnt durch die aktuelle Zeitgeschichte. Ob Trump, AKK, Merz oder Nahles, alle knöpft er sich vor. Und wenn Alexa mal den Tusch einspielen darf, bebt der Saal. Die Scharmützel mit dem Sitzungspräsidenten amüsieren bis in die letzten Reihen.

EBG-Präsident Bert Christmann begrüßt die Ehrengäste unter großem Applaus. Alexander Kreisel vom Nieder-Olmer Carneval Verein singt über eine Geschichte, die endet plim, plam, plom ganz domm und seine schwindende Männlichkeit beim Anblick seiner Frau, was der Saal ihm mit stehendenden Ovationen dankt. Mini-Obermessdiener Max Bohland, erst neun Jahre alt, begeistert im Handumdrehen die versammelten Narren wie das große Original. Vom regelmäßigen Trinken bis zum Andreas-Schmitt-Ton passt alles, nur in der Bütt ist viel mehr Platz. Auch die letzte Pointe sitzt wie beim großen OMD und es hält niemanden mehr auf seinem Stuhl.

Es folgen die eiskalten Spinatwachteln und bringen mit Ihrem Gesang über Zugplakettcher, das verfallende Rathaus und die Meenzer Esskultur Stimmung in den Saal. Die Narren lauschen höchst amüsiert Rudi Lucas als Dalai Lama über Meenzer Weisheiten und einem geschichtlichem Rundumschlag über die Mainzer Bauwerke. Die Ballet-Youngsters vom TSV Schott verzaubern den Saal mit ihrem Tanz als Eisbären und Pinguine vom ersten Schritt bis zum Ende der Zugabe. Marcus Schwalbach als Gardist der Orden-Geier-Gard bringt das Publikum mit deftigen Anekdoten zum Brüllen. Die Verse von Kotelett-Konni sind literarisches Gold, das in jeder Feldküche an der Zeltwand hängen sollte. Die Eisbären lassen mit ihren Songs aus einer „Meenzer Woistubb“ den Saal toben. Geschunkelt wurde schon aus lauter Vorfreude. Die Eisbären werden mit tosendem Applaus in die Pause geleitet.

Die Unterbrechung bringt eine kurze Erholung mit Schoppe und Fleischworscht. Alle Narren sind nun gestärkt für den zweiten Teil, der durch unseren modernen Musikzug, geleitet von Jürgen Haller, mit dem Motto „Dschingis Khan“ eröffnet wird. Nachdem das Publikum sich wieder schwungvoll in Stimmung geschunkelt hat, steigt Bernhard Knab als Deutscher Michel in die Bütt und wirft in grandios gereimter Form einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Die versammelten Narren lauschen gebannt und kommentieren jede Pointe mit großem Applaus. Der Michel-Rap reißt alle von den Stühlen. Thorsten Ranzenberger begeistert den Saal gekonnt mit seinen Liedern, bei „Wieder alles im Griff“ sind alle Hände in der Luft. Beim „Schwellkoppträger“ ist die Stimmung endgültig an der Hallendecke angekommen. Das eiskalte Hofballett Fantasy des TSV Schott entführt die Gäste auf ein farbenfrohes, akrobatisches und mitreißendes Abenteuer nach Afrika. Ein wirklich spektakuläres Erlebnis. Der Vortrag der Saalkellner (Frank Brunswig und Julian Seitz) ist erneut ein Feuerwerk an Wortwitz, die mit lautem Gelächter belohnt werden. Die Eiskalten Dorfmusiker begeistern mit ihrer Musik, obwohl sie laut eigener Aussage gar nicht singen können. Dafür sind sie aber wahnsinnig unterhaltsam. Der Höhepunkt jeder Sitzung ist und bleibt Andreas Schmitt in seiner Paraderolle als Obermessdiener. Er kommentiert das aktuelle Zeitgeschehen, ob Politik, Kirche oder das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen mit einer gelungenen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit in seiner unnachahmlichen Art zu reimen. Hier zeigt sich wozus die Fastnacht an ihren besten Tagen in der Lage ist, die Menschen sowohl zum Nachdecken über schwierige Themen anzuregen als auch ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Den Abschluss der ersten Sitzung bildet ein fulminantes Finale, eingeleitet von den Eisbären, ausgelassen feiernd mit allen Aktiven auf der Bühne. Und einem Saal voller fröhlich singender Narren. Ein wunderbarer Abend mit den Eiskalten Brüdern Gonsenheim geht schon zu Ende. Leider viel zu früh … der Sitzungspräsident hatte 4.44 Uhr für das Finale angekündigt.

Wir alle freuen uns nach diesem fulminanten Auftakt schon auf die nächste Sitzung!